| GEDENKEN AN DIE OPFER DES TODESMARSCHES UNGARISCHER JÜDINNEN UND JUDEN Erwin Steinhauer liest Texte, die an den Todesmarsch und an den Aufstand im Warschauer Ghetto erinnern Montag, 22. April 2013, 19.00 Uhr Friedhof Wels - Jüdisches Mahnmal  Im Nordteil des Welser Friedhofs sind 1.030 KZ-Opfer – vorwiegend ungarische Jüdinnen und Juden – bestattet. Sie mussten am Todesmarsch von Mauthausen nach Gunskirchen im April 1945 teilnehmen. Viele von ihnen wurden noch durch die US-Armee befreit, konnten aber nicht mehr gerettet werden: Sie starben an Seuchen und Entkräftung. Lesung: Erwin Steinhauer, Schauspieler und Kabarettist Es sprechen: Christian Stöbich, stv. Vorsitzender - für die Initiative Hermann Wimmer, Vizebürgermeister - für die Stadt Wels Eine gemeinsame Veranstaltung der Welser Initiative gegen Faschismus und der Stadt Wels. VERBOTEN, VERFOLGT - KONZERT 2013 Olivier Messiaen: Quatuor pour la fin du temps Judith Aigner - Klarinette Alexander Nantschev - Violine Edda Breit - Violoncello Dino Sequi - Klavier Norbert Trawöger - einleitende Worte Sonntag, 05.05.2013, 11.00 Uhr Musikschule Wels - Concerto  Quartett für das Ende der Zeit Am Programm des heurigen „Verboten, Verfolgt“ - Konzert steht ein apokalyptisches Kammermusikwerk, das „Quatuor pour la fin du temps“ von Olivier Messiaen (1908-1992). Messiaen vollendete das „Quartett für das Ende der Zeit“ während seiner Internierung im Kriegsgefangenenlager in Görlitz in den Jahren 1940/41 und verarbeitete darin seine Erfahrungen. „Als ich Kriegsgefangener war“, erinnerte sich Messiaen später, „hatte ich wegen des Hungers bunte zwanghafte Träume: Ich sah Farbvisionen, den Regenbogen des Engels und seltsam kreisende Farben“. Die Lagerkommandanten hatten Messiaen ermöglicht zu komponieren, ihm wurde auch ein Klavier zur Verfügung gestellt; in den Waschräumen wurde geprobt. Die Uraufführung des kompletten Werkes fand im Lager in Görlitz am 15. Januar 1941 vor ca. 400 Kriegsgefangenen statt, der Komponist selbst übernahm den Klavierpart. Eine Veranstaltung der Musikschule Wels in Kooperation mit der Welser Initiative gegen Faschismus. EINTRITT FREI! http://www.ente.me/verbotenverfolgt Sonntag, 28. April 2013, Alter Schl8hof Wels: Fest der Kulturen Samstag, 11. Mai 2013: Gedenken an die Befreiung des KZ-Nebenlagers Gunskirchen Sonntag, 12. Mai 2013: Befreiungsfeier KZ-Gedenkstätte Mauthausen Montag, 01. Juli 2013, 18.30 Uhr: Monatsforum & Sommerfest der Initiative FILMTIPP: DIESE VERFLUCHTEN STUNDEN AM ABEND - HÄFTLINGSBORDELLE IM KZ Dokumentation, 52 Min., Buch & Regie: Andrea Oster Jahrzehntelang haben Überlebende aus den Konzentrationslagern es vermieden, über das Thema „Zwangsprostitution im KZ“ zu reden. Zu groß war die Scham der betroffenen Frauen. Und zu groß die Sorge der anderen KZ-Überlebenden, die Welt würde durch die Tatsache von Bordellen ein falsches Bild vom Lageralltag erhalten. Dieser Dokumentarfilm erzählt anhand des Schicksals der beiden Zwangsprostituierten Maria W. und Irka, sowie einstiger Bordellbesucher das Martyrium dieser Frauen. Er gewährt zudem anhand von original NS-Dokumenten wie Briefen, Bordellabrechnungen und Häftlingskarteikarten Einblicke in das kühl durchkalkulierte System von Heinrich Himmlers KZ-Bordellen. Weitere Infos zum Film Teile dieser Dokumentation wurden in Wels gedreht. Einige WelserInnen haben als DarstellerInnen (Andrea Bauer, Merivan Bahcetepe, Julian Bruckmiller ua.) bzw. an der Filmproduktion (Leni Gruber) mitgewirkt. |