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Aktuelles

aktualisiert am 16.7.2010


Buchtipps:

In "Aufmarsch - Die rechte Gefahr aus Osteuropa" (Residenz Verlag, 304 Seiten, 21,90 Euro) schildern Gregor Mayer und Bernhard Odehnal die rechtsextreme Szene in Tschechien, der Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien und Bulgarien. Die Autoren haben in allen genannten Ländern selbst recherchiert. Sie zeigen, wie gegen Roma, Juden und Homosexuelle gehetzt wird und wie diese Propaganda in den Alltag einsickert. Sie stellen die neue Generation der "Führer" vor. Und sie verweisen auf die Querverbindungen zu rechtsextremen Gruppen in Deutschland und Österreich, die eine "Achse des nationalen Widerstands" schaffen wollen. Mayer und Odehnal benennen deutlich die Gefahr, die von dieser Entwicklung ausgeht - für die politische Stabilität der einzelnen Länder selbst wie für die Demokratie in der Europäischen Union insgesamt. Äußerst lesenswert!

Heuer feiert das Mauthausen Komitee Vöcklabruck sein 25-jähriges Bestehen. In diesem Vierteljahrhundert hat das Komitee unzählige Aktivitäten gesetzt und auch eine ganze Reihe von Erfolge verzeichnen können. Unter anderem wurden bei den drei Nebenlagern des KZ Mauthausen im Bezirk Vöcklabruck Gedenkstätten errichtet.
Auf Anregung des Generalsekretärs des Internationalen Mauthausen Komitees (IMK), Albert Langanke, hat das Mauthausen Komitee Vöcklabruck jetzt eine reich bebilderte 24-seitige Broschüre herausgegeben. Diese dokumentiert an vielen ausgewählten Beispielen die seit 1985 geleistete Arbeit.
Die Broschüre "Mauthausen Komitee Vöcklabruck. 25 Jahre Entwicklung 1985 - 2010" von Robert Bach, Günther Grabner und Alois Sattleder kann unter voecklabruck@oegb.at oder unter 07672/23444 kostenlos bestellt werden.

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Venus von Wels II

Das neonazistische "Alpen-Donau-Info" macht derzeit für Bernhard Wieser, den Welser FPÖ-Vizebürgermeister, Propaganda. Denn Wieser will die NS-"Venus" gegen den Widerstand von SPÖ und ÖVP wiederaufstellen lassen. Er kommt damit aber nicht durch. Das hat die Sitzung des Welser Stadtsenates am Montag dieser Woche gezeigt. Näheres ist in einem "Kurier"-Artikel nachzulesen!

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Venus von Wels

Der Welser FPÖ-Vizebürgermeister Bernhard Wieser, bekannt durch seine Unterstützung offen rechtsextremer Gruppen wie NVP und "Bunte", aber nicht durch Arbeitseifer in seinem Umweltressort, will die "Venus von Wels" vor dem neuen Kulturzentrum Herminenhof wiederaufstellen lassen. Die Welser Antifa ersuchte Stadtarchivleiter Günter Kalliauer um eine zeitgeschichtliche Stellungnahme zu dieser in der NS-Zeit entstandenen Statue. Und siehe da: Kalliauer rät nach Prüfung der Fakten von einer Wiederaufstellung dringend ab, weil die Nationalsozialisten um die "Venus von Wels" einen besonderen Kult betrieben haben. Beispielsweise wurden bronzene Nachbildungen durch NS-Bürgermeister Josef Schuller als "Ehrenpreise" an "verdiente Persönlichkeiten des Regimes" verliehen. Der erste Empfänger war Reichsmarschall Hermann Göring (übrigens "Pate" der Stadt Wels). Nähereskann man im "Kurier"-Artikel vom 5.6.2010 nachlesen!
Wiesers Behauptung, er habe die Wiederaufstellung mit den Spitzen von Stadt-SPÖ und -ÖVP abgesprochen, hielt nicht: Beide Parteien lehnen nach Information durch die Antifa einen neuen braunen Fleck in Wels unmissverständlich ab. Sie bringen das Thema in den heutigen Stadtsenat. Wieser (der zugibt, um den NS-Hintergrund der Statue gewusst zu haben) schaltet auf stur und möchte die braune "Venus" im Alleingang aufstellen. Was ihm kaum gelingen dürfte.

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Verfahrensfortsetzung erzwungen

Ohne heftige antifaschistische Kritik - vor allem durch das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) und unser Netzwerk - wäre das Verfahren gegen die Täter aus dem KZ-Stollen von Ebensee wohl im Sand verlaufen. So hat sich die Staatsanwaltschaft Wels nach mehr als einem Jahr (!) doch noch dazu entschlossen, gegen vier der fünf Jugendlichen Anklage zu erheben. Und zwar wegen NS-Wiederbetätigung (§ 3g Verbotsgesetz). Der Anklagepunkt Körperverletzung wurde fallengelassen, obwohl die Täter KZ-Überlebende mit Plastikmunition beschossen und auch getroffen hatten.

Wird die Welser Justiz diesmal kompetenter agieren als 2008 beim völlig schief gelaufenen Prozess gegen den "Bund Freier Jugend" (BFJ)? Wir werden sehen.

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ÖVP-Hoffnung entschwunden

Die Hoffnung, dass die Welser ÖVP nach dem Abgang des früheren Fraktionsobmanns Karl Georg Holter auf eine humanere und sozialere Linie einschwenkt, hat sich leider zerschlagen: Zwar wurde die FPÖ-Forderung nach Deutschtests für WohnungswerberInnen abgelehnt. Dafür hat die Welser ÖVP jetzt kurz nacheinander eine Mindestwohnfläche pro Person (mit Wohnungsverlust bei Unterschreitung?!) und ein Bettelverbot verlangt. Beides in voller Übereinstimmung mit den Freiheitlichen ...
Allerdings ist die Forderung nach einer Mindestwohnfläche in der Öffentlichkeit nicht gut angekommen. Und beim Bettelverbot passierte der schwarz-blauen Mehrheit im Welser Gemeinderat ein peinlicher Fehler: Weil drei Mandatare fehlten, konnten SPÖ und Grüne das Verbot verhindern. Freilich wollen ÖVP und FPÖ bei der nächsten Sitzung noch einmal denselben Antrag abstimmen lassen. Sehr demokratisch. Und sehr christlich, die Ärmsten polizeilich wegräumen zu lassen ...

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Solidaritätspreise 2010

Die Verleihung der Solidaritätspreise 2010 ist gleich in zweifacher Hinsicht hocherfreulich verlaufen: Bei den "Jungen Projekten" hat das "Bündnis Lichter gegen rechts" einen Preis erhalten! Diesem Bündnis gehört auch dem oö. Antifa-Netzwerk an. Besonderen Applaus verdienen aber die Sozialistische Jugend (SJ), die Katholische Jugend (KJ) und die Gewerkschaftsjugend (ÖGJ), die das Bündnis initiiert und hauptsächlich getragen haben! Bei der Preisverleihung betonten die Bündnisvertreter die hohe Aktualität des Kampfes gegen Rechtsextremismus.
Als Einzelperson ausgezeichnet wurde Ernst Huber aus Bachmanning (Wels-Land): Er ist nicht nur äußerst engagiert als Ökologiebeauftragter der Evangelischen Kirche in Oberösterreich, sondern auch als Impulsgeber des Gedenkprojektes Bachmanning. In diesem Projekt geht es um ein Nebenlager des KZ Mauthausen, um eine ermordete Sinti-Familie und um einen ebenfalls ermordeten kommunistischen Widerstandskämpfer. Ohne Ernst Huber gäbe es das Projekt nicht. Die Würdigung für ihn ist wirklich hochverdient. Herzliche Gratulation!

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Etappensieg Konflikt um geplante Deutschtests

Einen wichtigen Etappensieg haben wir AntifaschistInnen im Welser Konflikt um geplante Deutschtests bei der Vergabe öffentlicher Wohnungen erzielt. FPÖ-Wohnungsstadtrat Rabl musste eingestehen, was ein breites Bündnis von Menschenrechtsorganisationen und MigrantInnenvereinen schon seit vielen Wochen sagt: Dass die Deutschtests diskriminierend und rechtswidrig wären. Der Verfassungsdienst der Stadt Wels hat das nach langer Prüfung bestätigt.
Andread Rabl will trotz dieser Blamage (immerhin ist er Rechtsanwalt und sollte juristisch eine Ahnung haben) weitermachen: Angeblich hat er einen Verfassungsrechtsexperten der Linzer Universität beauftragt, eine haltbare Version der Deutschtests zu entwickeln. Wer der Experte sein könnte, ist freilich unbekannt - Rabl will den Namen nicht nennen.
Eines steht fest: Wir sagen zu den rassistischen Schikanen der FPÖ ein klares Nein und werden Deutschtests für WohnungswerberInnen in jeder Form verhindern!
Rabl könnte seine Deutschtests aber bei den blauen FunktionärInnen erproben - etwa bei jener FPÖ-Jugendreferentin, die gerade von Ö3 interviewt wurde (siehe unten "Interview mit einer FPÖ-Jugendreferentin"). Die Obdachlosigkeit bei den Freiheitlichen würde dann sprunghaft zunehmen ...


Interview mit FPÖ-Jugendreferentin

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Presseaussendung der Welser Antifa vom 29.3.2010:
Antwort von SPÖ, ÖVP und Grünen auf Offenen Brief :

Klares Nein zu Deutschtests für Wohnungswerber!

WELS. Gegen den Plan von FPÖ-Wohnungsstadtrat Rabl, die Vergabe öffentlicher Wohnungen von Deutschtests abhängig zu machen, hat sich vor einigen Wochen eine breite Front der Ablehnung gebildet. 21 Organisationen und Einrichtungen - von der Caritas und der Volkshilfe über die Arbeiterkammer, das Bildungshaus Puchberg und zahlreiche Migrantenvereine bis hin zur Plattform Pro Integration und zur Antifa - forderten in einem gemeinsamen Offenen Brief SPÖ, ÖVP und Grüne auf, die Deutschtests zu verhindern. Außerdem übte das Bündnis scharfe Kritik an der "fremdenfeindlichen und inhumanen Politik der FPÖ".

Mittlerweile gibt es von allen drei angeschriebenen Parteien eine Antwort auf den Offenen Brief: "Sie sagen ein klares Nein zu Rabls Deutschtests und werden sie im Gemeinderat verhindern", fasst Antifa-Vorsitzender Robert Eiter zusammen. "Damit ist dieser üble Diskriminierungsversuch gescheitert."

Besonders schwer dürfte Rot, Schwarz und Grün die Festlegung nicht gefallen sein: Bei einer mehrtägigen Internet-Umfrage haben 88 Prozent die Deutschtests abgelehnt. Und der renommierte Verfassungsexperte Bernd-Christian Funk hat erklärt, der FPÖ-Plan sei eindeutig menschenrechtswidrig.

"Rabl hat eigentlich allen Grund, den anderen Parteien und unserem Bündnis dankbar zu sein", betont Eiter. "Denn wäre seine Deutschtest-Regelung im Gemeinderat durchgegangen und später dann vom Verfassungsgerichtshof wegen Menschenrechtswidrigkeit aufgehoben worden, wäre das für ihn als Juristen viel peinlicher gewesen."

Das breite Bündnis wird übrigens weiter aktiv bleiben: gegen Fremdenfeindlichkeit, aber auch für mehr Deutschkurse und andere Bildungsmaßnahmen, die die Integration von Zuwanderern erleichtern.

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SPÖ-Presseaussendung vom 11.3.

Am 11.3. verschickte die SPÖ Wels in Sachen Reinthaler und seiner "Bürgerliste" eine Presseaussendung. Darin wird darauf aufmerksam gemacht, dass sich der Welser Rechtsextremist Ludwig Reinthaler trotz Auflösung seiner Bürgerliste "Die Bunten" auch weiterhin einschlägig betätigen wird. Die SPÖ Wels fordert, dass Reinthaler und andere "Bunte"-KandidatInnen, die sich strafbar gemacht haben, vor Gericht gestellt werden. Der Welser SPÖ-Bezirksvorsitzende und Nationalratsabgeordnete Franz Kirchgatterer hat ankündigt, entsprechende Parlamentarische Anfragen an Justizministerin Bandion-Ortner und Innenministerin Fekter zu richten.

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Presseaussendung der SPÖ-Oberösterreich vom 8.3.2010:

Ackerl: Strafjustiz muss endlich gegen NVP und "Bunte" vorgehen - Welser FPÖ-Politiker unterstützte demokratiefeindliche Gruppen:

SPOÖ fordert Wieser-Rücktritt!
Die Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes am vergangenen Freitag, die Wahlanfechtung der Welser Bürgerliste "Die Bunten" abzulehnen, hat nicht nur zur Folge, dass die im Vorjahr in der Messestadt durchgeführten Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen gültig sind. "Damit wird auch die Begründung der Stadtwahlbehörde für den Wahlausschluss der "Bunten" bestätigt, nämlich der dringende Verdacht auf nationalsozialistische Wiederbetätigung!" so Ackerl. Die Stadtwahlbehörde hatte deshalb sogar Anzeige bei der Staatsanwaltschaft Wels erstattet.
Im Fall der "Nationalen Volkspartei" (NVP) ist die Landeswahlbehörde analog vorgegangen: Der NVP wurde die Zulassung zur Landtagswahl verweigert, und sie wurde wegen des Verdachts auf NS-Wiederbetätigung bei der Staatsanwaltschaft Linz angezeigt. Die Wahlanfechtung der NVP hat der Verfassungsgerichtshof bereits im Dezember abgelehnt. Die SPÖ Oberösterreich verlangt jetzt, dass die Strafjustiz und der Verfassungsschutz endlich konsequent gegen die NVP und die "Bunten" vorgehen. "Es kann nicht sein, dass ein Höchstgericht NS-Wiederbetätigung vorliegen sieht, aber die für die Strafverfolgung zuständigen Behörden nie zu Ergebnissen kommen!" so Ackerl. "Demokratiefeindliche Gruppen wie NVP und "Bunte" müssen aufgelöst und ihre Rädelsführer vor Gericht gestellt werden!"
Ins Visier nimmt die SPÖ Oberösterreich auch die FPÖ und ganz besonders den blauen Welser Vizebürgermeister Bernhard Wieser. Wieser hatte sich sowohl für die NVP als auch für die "Bunten" stark gemacht. Die "Bunten" seien aus Gründen der Demokratie zu Wahlen zuzulassen, hatte er verkündet. Dementsprechend war die FPÖ die einzige Partei gewesen, die in der Stadtwahlbehörde für die "Bunten" gestimmt hatte. Zugunsten der NVP hatte Wieser sogar eine Unterstützungserklärung unterschrieben. Wie die Tageszeitung "Kurier" berichtete, wurden auch nach der Entscheidung des Verfassungsgerichtshofes über die NVP in Wiesers Rathausbüro noch NVPWerbekugelschreiber benutzt.
Wegen der auffallenden Nähe des Welser FPÖ-Obmanns und Vizebürgermeisters zu gleich zwei demokratiefeindlichen Gruppen fordert die SPÖ Oberösterreich vehement seinen Rücktritt. "Bei der bedenklichen Haltung des ehemaligen Richters Wieser handelt es sich nicht nur um einen völligen Mangel an Rechtsempfinden, sondern auch um kaum verhohlene Sympathie für rechtsextremistische Strömungen!" meint Ackerl. "Eine solche Person hat in der Regierung der siebtgrößten Stadt Österreichs nichts verloren!" Wieser solle sofort alle seine politischen Funktionen zurücklegen, um Wels nicht weiter zu schaden. Und die FPÖ solle sich für ihre und seine Fehler in diesem Zusammenhang öffentlich entschuldigen. Andernfalls sei klar, dass die FPÖ als Gesamtpartei mit demokratiefeindlichen Einstellungen sympathisiere.

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Aktuelles: Breites Medienecho auf Offenen Brief gegen FPÖ-Rabls Deutschtests

Der nachstehende Offene Brief von 21 Welser Vereinen, Organisationen und Einrichtungen hat am 2. und 3. März ein breites Medienecho ausgelöst: u.a. wurde in Radio Oberösterreich, im Life-Radio, im "Kurier", in "Österreich" und in den "OÖ. Nachrichten" berichtet. Andere Medien folgen noch. Das zeigt: Zivilgesellschaftlicher Widerstand gegen die fremdenfeindlichen Vorstöße der FPÖ ist wirksam und wichtig!

OFFENER BRIEF
Ergeht an
die SPÖ- und ÖVP-Mitglieder des Welser Stadtsenates sowie an
den Fraktionsobmann der Welser ÖVP und
die Fraktionsobfrau der Welser Grünen
Sehr geehrter Herr .................!
Sehr geehrte Frau ..................!

Wir, die unterzeichneten Welser Vereine, Organisationen und Einrichtungen, weisen den Plan des FPÖ-Wohnungsstadtrats Rabl, die Vergabe öffentlicher Wohnungen von Deutschtests abhängig zu machen, scharf zurück.
Selbstverständlich sollen alle hier Lebenden die deutsche Sprache möglichst gut erlernen. Dafür sind noch wesentlich mehr Bildungsmaßnahmen als bisher erforderlich, Maßnahmen, die schon im Kindergarten beginnen.
Menschen aber eine benötigte Wohnung wegen eines Sprachtests zu verweigern, wäre unsozial und diskriminierend - das gerade Gegenteil von Integration.
Tatsächlich hat die FPÖ gar nicht die Absicht, die Integration von Zuwanderern zu fördern. Denn sie profitiert von Integrationsproblemen.
Diese helfen ihr, Bevölkerungsgruppen gegeneinander auszuspielen, Neid und Vorurteile zu schüren und bei Wahlen mit fremdenfeindlicher Propaganda zu punkten.
Rabls Plan ist nur ein Versuch der Freiheitlichen, die Diskriminierung von MigrantInnen voranzutreiben.
FPÖ-Wohnbaulandesrat Haimbuchner wollte Nicht-EU-StaatsbürgerInnen, die in Oberösterreich leben, die Wohnbeihilfe streichen. Die anderen Parteien haben das verhindert. (Haimbuchners Reaktion besteht darin, die Information zu den Wohnbeihilfeanträgen zwar weiterhin in Deutsch, Englisch und Französisch, aber nicht mehr in Türkisch und Serbokroatisch anzubieten.)
Wir unterzeichneten Vereine, Einrichtungen und Organisationen fordern SPÖ, ÖVP und Grüne auf, zu Rabls Deutschtests ein klares Nein zu sagen und ebenso zu jedem sonstigen Diskriminierungsversuch. Ein klares Nein hat übrigens auch die Bevölkerung in einer mehrtägigen Internet-Umfrage der Bezirksrundschau Wels gesagt: 88 Prozent waren gegen die Deutschtests. Der renommierte Verfassungsexperte Univ.-Prof. Dr. Bernd-Christian Funk hält Rabls Plan für eindeutig menschenrechtswidrig und damit verfassungswidrig.
Nicht nur die Deutschtests müssen verhindert werden. Wir werden gemeinsam alle demokratischen Möglichkeiten nutzen, um die fremdenfeindliche und inhumane Politik der FPÖ wirksam zu bekämpfen!

Mit dem Ersuchen um baldige Antwort und mit freundlichen Grüßen,

Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa), Land der Menschen Wels, Plattform Pro Integration, Caritas für Menschen in Not - Flüchtlingshilfe, Volkshilfe Wels, Arbeiterkammer Wels, ÖGB-Frauen Wels, Zentralbetriebsrat Klinikum Wels-Grieskirchen, Bildungshaus Puchberg, Treffpunkt Mensch & Arbeit, Integrationsbüro Mosaik, migrare - Zentrum für MigrantInnen, Albanischer Kulturverein, Alevitischer Kulturverein, ATIB, Bosnisch-Österreichisches Kulturzentrum, DIDF, Islamischer Kulturverein, Türkisch-Islamische Kultur- und Sportunion, Verein Kroatisches Heim Wels, WEAACO

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Schwerer Verdacht gegen Welser Bürgerliste

Die Bürgerliste Die Bunten erhob beim Verfassungsgerichtshof Einspruch gegen das Wahlergebnis der Welser Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl. Nun tauchten Fotos von Kandidaten der Bunten beim Hitlergruß auf.

Die Bunten wurden von der Wahl in Wels ausgeschlossen, weil die Wahlbehörde meinte, ein Antreten käme einer verbotenen NS-Wiederbetätigung gleich. Die Richtigkeit dieser Entscheidung bestätigen die nun aufgetauchten Fotos, ist Robert Eiter von der Welser Initiative gegen Faschismus überzeugt.

Auf den Fotos seien T-Shirts mit Aufdrucken wie "Ich habe Bock auf Nazis" oder "Nationale Sozialistin" gemeinsam mit Kandidaten der Bunten zu sehen, sagte Eiter im Interview mit dem ORF Oberösterreich, teilweise sollen die Kandidaten diese T-Shirts sogar selbst tragen: "Ich meine, viel deutlicher geht es nicht mehr."

Dazu kommt ein Foto, das einen Kandidaten mit zum Hitlergruß erhobener Hand zeigt. Ludwig Reinthaler, der Chef der Bunten, bestreitet diesen Vorwurf. Er habe von dem Kandidaten, der auf dem Foto zu sehen ist, eine schriftliche Erklärung bekommen, dass es sich um "eine zufällige Handbewegung" gehandelt habe.


nur eine zufällige Handbewegung ...


... sieht Ludwig Reinthaler

Sein Kandidat habe jemanden grüßen wollen, so Reinthaler. Das habe man auch in einer Stellungnahme an den Verfassungsgerichtshof erklärt.

Sowohl das Foto mit dem möglichen Hitlergruß, als auch die jetzt aufgetauchten Fotos von Kandidaten mit Kleidung aus der Neo-Nazi Szene wurde von der Stadt Wels an den Verfassungsgerichtshof übermittelt. Zur Untermauerung, dass der Wahlausschluss der Bunten gerechtfertigt war. Das hat Vizebürgermeister Hermann Wimmer als Leiter der Wahlbehörde bestätigt.

Robert Eiter rechnet mit einer eindeutigen Entscheidung der Verfassungsrichter: "Hier zeigen Kandidaten der Liste "Die Bunten" ganz offen und provokant eine braune Gesinnung und es ist klar, dass eine solche Gruppierung bei Wahlen nichts verloren hat."

Der Chef der Bunten sieht das naturgemäß ganz anders. Man könne nicht "wegen eines Leiberls eine ganze Bürgerliste verbieten", noch dazu hätten die Leute, die auf wählbaren Listenpositionen stehen, mit der Sache "überhaupt nichts zu tun", so Reinthaler.

Die Entscheidung, ob die Wahlen in Wels wiederholt werden oder nicht, dürfte der Verfassungsgerichtshof im März treffen.

Bericht ORF-OÖ vom 9.2.2010

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Umfrage blamiert FPÖ-Rabl:

88 Prozent gegen Deutschtests für Wohnungswerber
Der freiheitliche Welser Wohnungsstadtrat Andreas Rabl stößt mit seiner Absicht, die Vergabe von Sozialwohnungen an Deutschtests zu knüpfen, nicht nur bei den anderen Parteien auf breite Ablehnung. Jetzt hat eine Internet-Umfrage der Bezirksrundschau Wels gezeigt, dass Rabl auch die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung gegen sich hat.
Sechs Tage lang ließ die Zeitung auf ihrer Homepage über den Plan des Wohnungsstadtrats abstimmen. Das Interesse war außergewöhnlich groß.
617 Menschen nahmen an der Abstimmung teil und trafen eine eindeutige Entscheidung: 88 Prozent sagten „Nein“ zu Deutschtests für Wohnungswerber.
Auch die mehr als 40 schriftlichen Kurzkommentare (Postings) zur Abstimmung brachten die Mehrheitsmeinung klar zum Ausdruck: Nur zwei der Poster konnten sich für Rabls Idee erwärmen. Alle anderen waren gegenteiliger Ansicht, viele übten – teils heftige – Kritik. Für die Wohnungsvergabe müsse der soziale Bedarf entscheidend sein, nicht irgendwelche Sprachtests, so der Tenor der Kurzkommentare. Der FPÖ gehe es nur darum, Zuwanderer zu diskriminieren sowie Neidgefühle und Vorurteile zu schüren.
"Andreas Rabl sollte über dieses Ergebnis nachdenken“, stellt Robert Eiter, Vorsitzender der Welser Initiative gegen Faschismus, fest. „Er wäre gut beraten, endlich konstruktiv für eine Verbesserung der Wohnungssituation in Wels zu arbeiten, statt fremdenfeindliche Scheinlösungen zu propagieren!“

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FPÖ-Wohnungsräte auf Diskriminierungskurs

Der oö. Wohnbau-Landesrat Manfred Haimbuchner und der Welser Wohnbaustadtrat Andreas Rabl (beide FPÖ) versuchen ihre neuen Funktionen zu nützen, um die Diskriminierung von MigrantInnen auf "rechtsstaatlichem" Weg voranzutreiben.
Weil Haimbuchner mit seiner Forderung nach Streichung der Wohnbeihilfe für "Ausländer" (Personen ohne österreichische oder andere EU-Staatsbürgerschaft) vorerst abgeblitzt ist, lässt er die schriftliche Information zum Wohnbeihilfeantrag nur mehr auf Deutsch, Englisch und Französisch, aber nicht mehr auf Türkisch und Serbokroatisch auflegen ... Erfreulicherweise hat das scharfe Kritik der SPÖ und der Grünen ausgelöst. Ob sie Rücknahme dieser üblen Schikane erreichen werden?
In Wels will Stadtrat Rabl die Vergabe von Sozialwohnungen an das Bestehen von Deutschtests koppeln. Wie es etwa einem türkischen Hilfsarbeiter in einer solchen Prüfungssituation gehen würde, kann man sich lebhaft vorstellen ... Ob Rabl seine neuen Vergaberichtlinien nun dem Gemeinderat unterbreitet oder nicht: Der Gemeinderat ist das höhere Organ und kann die Geltung dieser Richtlinien verhindern. Wenn SPÖ, ÖVP und Grüne den blauen Ideologen Rabl gewähren lassen, sollten sie die Stadt Wels besser gleich den Freiheitlichen übergeben. Derzeit sieht es allerdings nicht so aus.

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Wahlanfechtung der NVP abgewiesen

Der Verfassungsgerichtshof hat entschieden: die Wahlanfechtung der "Nationalen Volkspartei" (NVP) wird abgewiesen, das Ergebnis der oö. Landtagswahl nun endgültig feststeht. (Dasselbe gilt für die Gemeinderatswahl in Enns, bei der die NVP ebenfalls kandidieren wollte.)
Am 12. August stand es fest: "Monatelange vielfältige Aktivitäten des oö. Antifa-Netzwerks und seiner Mitgliedsorganisationen (von der Großkundgebung am 30. April über breite Medienarbeit bis hin zur Aufklärungsarbeit in den demokratischen Parteien) haben es erreicht:  die Landeswahlbehörde beschloss einstimmig, die rechtsextreme "Nationale Volkspartei" (NVP) aus inhaltlichen Gründen nicht zur Landtagswahl zuzulassen.
Die Entscheidung des Höchstgerichtes hat nun drei Konsequenzen:
Erstens sind die Chancen der rechtsextremen Welser "Bunten", mit ihrer Wahlanfechtung durchzukommen, deutlich gesunken. (Die "Bunten" hatten beim Unterstützungsunterschriftensammeln eng mit der NVP zusammengearbeitet.)
Zweitens muss die Justiz jetzt strafrechtlich gegen die NVP-Verantwortlichen vorgehen. Denn die Landeswahlbehörde hat ja Anzeige wegen des Verdachts auf Wiederbetätigung erstattet, und der Verfassungsgerichtshof hat durch sein Urteil diesen Verdacht als begründet erwiesen.
Drittens gehört der Welser FPÖ-Obmann (und Beinahe-Bürgermeister!) Bernhard Wieser öffentlich gefragt, warum er durch seine Unterschrift eine Partei unterstützt hat, die wegen ihrer antidemokratischen Umtriebe rechtmäßig von Wahlen ausgeschlossen wird.

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Alfred Hrdlicka verstorben

Einer der bedeutendsten österreichischen Künstler, der Bildhauer und Zeichner Alfred Hrdlicka, ist am 5. Dezember 81-jährig in Wien verstorben. Der bekennende Marxist und streitbare Antifaschist verstand Kunst und Politik als untrennbar verbunden. Mit seinen Werken - etwa dem straßenwaschenden Juden auf dem Wiener Albertinaplatz - löste er oft breite gesellschaftliche Kontroversen aus.
Die Welser Antifa verdankt Alfred Hrdlicka eine ihrer besten Veranstaltungen: An einem völlig verregneten Sonntagabend im November 1997 fand in Anwesenheit des Künstlers die Vernissage zur Ausstellung seines Zyklus "Krieg und Faschismus" statt - und die Galerie erwies sich für die 350 BesucherInnen als viel zu klein.

Die Welser Antifa wird Alfred Hrdlicka ein ehrendes Andenken bewahren!

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SS-Runen werden entfernt

Vernetzt sein lohnt sich, wie folgender Fall beweist: Ein Australier, zu dessen Familie ein NS-Verfolgter gehört, entdeckte bei einer Österreich-Reise auf dem Ortsplatz des weststeirischen Eibiswald ein Denkmal. Dieses Denkmal erinnert an die "in unbedingter Pflichterfüllung" im Ersten und Zweiten Weltkrieg gefallenen Söhne der Gemeinde, und zwar ausdrücklich auch an jene in der Waffen-SS. Selbst die laut Abzeichengesetz verbotenen SS-Runen fehlten nicht.
Ein Protestbrief des Australiers an die Eibiswalder Bürgermeisterin Margarethe Franz (ÖVP) blieb erfolglos. Deshalb kontaktierte der zu Recht Empörte Waltraud Neuhauser vom Mauthausen Komitee Steyr und Wolfgang Quatember vom Zeitgeschichtemuseum Ebensee.
Als die Angelegenheit bei oö. Antifa-Netzwerksprecher Robert Eiter landete, ersuchte dieser die steirischen Antifaschisten Christian Ehetreiber (ARGE Jugend gegen Gewalt und Rassismus) und Hannes Körbler (Plattform gegen antidemokratische Strömungen) um Intervention. Die beiden wurden sofort aktiv. Jetzt haben sie den Durchbruch geschafft: Bürgermeisterin Franz hat ihre ablehnende Haltung aufgegeben und gegenüber dem "Kurier" erklärt, dass sie für die Entfernung der Waffen-SS-Aufschrift sorgen will.

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FPÖ-Stadtrat Rabl und seine Deutsch-Tests

Wie kaum ein anderer verkörpert der neue Wohnungsstadtrat von Wels, Andreas Rabl (FPÖ), die blaue Schizophrenie: Ständig fordert er Schikanen gegen Zuwanderer. Derzeit will er die Vergabe von Genossenschaftswohnungen an bestandene Deutschtests knüpfen. (Gut übrigens, dass FPÖ-Funktionäre da nicht antreten müssen - sonst würde so mancher unter der Brücke schlafen.)

Jetzt wiesen die Welser Antifa, die Plattform "Pro Integration" und die Welser Regionalgruppe von "Land der Menschen" in einer Presseaussendung darauf hin, dass nahe Verwandte von Rabls aus Russland stammender Frau vor nicht langer Zeit nach Wels zugewandert sind. Was menschlich völlig in Ordnung sei. Allerdings würden diese Familienmitglieder des FPÖ-Stadtrats die von ihm geforderten Deutschtests kaum bestehen. Rabl möge also nicht mit zweierlei Maß messen ...

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Stellungsnahme der Volkshilfe OÖ zum Schicksal der Familie Zogaj (12.11.)

Abschiebung von Arigona:
Menschenverachtendes Vorgehen des Fekter-Ministeriums

"Dieses Vorgehen der Beamten im Innenministerium von Maria Fekter ist skandalös und menschenverachtend", sagt Walter Deil, Pressesprecher der Volkshilfe Oberösterreich. Arigona Zogaj musste heute früh aus der Zeitung erfahren, dass sie einen negativen Asylbescheid bekommen wird. "Weder die Familie selbst noch der Anwalt haben diesen Bescheid zuvor zu Gesicht bekommen, die Betroffenen mussten davon aus der Kronenzeitung erfahren", kritisiert Deil, der konstatiert: "Frau Fekter hat ihr Ministerium nicht im Griff, sonst könnte so etwas nicht passieren."

Besonders dramatisch zu bewerten ist das Vorgehen des Ministeriums, weil sowohl Arigona als auch ihre Mutter psychisch schwer beeinträchtigt sind, was aktuelle Gutachten belegen. Arigona war wegen ihres psychischen Zustandes und wegen massiver Suizid-Gefahr zuletzt einen Monat lang in stationärer Behandlung. "Das war den Beamten im Ministerium sehr wohl bekannt. Und jeder, der nur ein bisschen Verstand hat, weiß, dass so eine schockierende Meldung zu einer Kurzschlusshandlung führen kann", kritisiert Christian Schörkhuber, Leiter der Flüchtlings- und MigrantInnenbetreuung der Volkshilfe Oberösterreich.

Der Bescheid ist am Vormittag per Post zugestellt worden, eine genaue Analyse war bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich. Nur soviel: "Es gibt die Möglichkeit der Berufung in der zweiten Instanz, und die wird genutzt werden", sagt Schörkhuber. Arigona ist derzeit bei Freunden untergebracht und laut Angaben von Schörkhuber "fassungslos und verzweifelt".

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Dreimonatiger soll ausgewiesen werden

Wohin das derzeitige Fremdenrecht führt, zeigt der neueste Skandal im Umgang mit integrierten AsylwerberInnen: Seit mehr als sieben Jahren leben Gazmen und Tranvera Vucetrna in Österreich. Sie bemühen sich um ein Bleiberecht für sich und ihre Kinder. Jetzt hat das jüngste Kind, der erst drei Monate alte Enis, vom Bundesasylamt einen Ausweisungsbescheid erhalten. Im Bescheid heißt es:
"Sie werden gemäß Paragraf 10 Absatz 1 Asylgesetz aus dem österreichischen Bundesgebiet in die Republik Kosovo ausgewiesen."
Franz Oberndorfer, Chef des Unternehmens, in dem Gazmen Vucetrna arbeitet, bringt es auf den Punkt: "Das ist doch Irrsinn, dass man ein Baby ausweisen möchte." Die ganze Belegschaft steht hinter ihrem Kollegen. Oberndorfer hat dafür gesorgt, dass die Firmenanwältin die Familie kostenlos vertritt.

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Strache im Irrtum

Ziemlich blamiert haben sich H.C. Strache und seine FPÖ mit ihrer Forderung, für In- und AusländerInnen getrennte Sozialversicherungen einzurichten. Denn das Sozialministerium wies nach, dass die hier ansässigen AusländerInnen jährlich 1,5 Milliarden Euro (in alter Währung: gut 20 Milliarden Schilling) mehr in die Sozialkassen einzahlen als sie herausbekommen.
Eine Trennung der Sozialversicherungen ginge also eindeutig zu Lasten der österreichischen StaatsbürgerInnen. Strache ließ verlauten, er glaube die Zahl des Sozialministeriums nicht. Durch Fakten bleiben Hassprediger wie er eben unbeirrt ...

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FPÖ-Kandidat half Rechtsextremisten!

Der Welser FPÖ-Bürgermeisterkandidat Bernhard Wieser hatte hilfreiche Kontakte zur offen rechtsextremen Szene!
Der KURIER berichtet in der Ausgabe vom 8. Oktober, der FPÖ-Kandidat Wieser habe der von der Landeswahlbehörde*) nicht zur Landtagswahl zugelassenen rechtsextremen NVP ("Nationale Volkspartei")  - ihr Parteiprogramm ist zum Teil aus einem SS-Schulungstext abgeschrieben - durch die Abgabe seiner Unterschrift auf einer Wahlunterstützungserklärung zu helfen versucht!

> zum KURIER-Artikel von Jürgen Pachner!

*) in der Landeswahlbehörde hat selbst die FPÖ für die Nichtzulassung der NVP gestimmt und auch dafür, sie wegen NS-Wiederbetätigung anzuzeigen!!

Bei der Stichwahl vom 11. Oktober siegte SPÖ-Bürgermeister Dr. Peter Koits mit 14.136 Stimmen, auf Wieser entfielen 12.270.

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6 Monate bedingt für RFJler

Am 28.9. ist ein Mitglied des "Ringes Freiheitlicher Jugend" (RFJ) von einem Geschworenengericht in Linz zu einer bedingten Haftstrafe von sechs Monaten verurteilt worden. Der junge Mann hatte bei einer Veranstaltung mit FPÖ-Bundesobmann H.C. Strache auf dem Linzer Hauptplatz die Hand zum Hitlergruß erhoben. Zwei andere junge Männer taten dasselbe, wurden aber von den Geschworenen als bloße Mitläufer eingestuft und freigesprochen. Der Verurteilte, der in der rechtsextremen Szene aktiv war, nahm die Strafe an. Ob der Staatsanwalt das Urteil (vor allem die Freisprüche) rechtskräftig werden lässt, ist noch offen.

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Buch über "Glasenbach" erschienen

Das Salzburger und das oberösterreichische Landesarchiv haben gemeinsam ein interessantes Buch herausgebracht: "Camp Marcus W. Orr. "Glasenbach" als Internierungslager nach 1945". Dieses Buch von Oskar Dohle und Peter Eigelsberger setzt sich erstmals wissenschaftlich mit jenem Lager am Stadtrand von Salzburg auseinander, in dem die US-Armee von Sommer 1945 bis Anfang 1948 insgesamt 20.000 Nationalsozialisten gefangen hielt. Auf 440 Seiten zeichnen die beiden Historiker ein detailliertes Bild.
Ernüchternd ist die demokratiepolitische Bilanz des Lagers: "Eine Entnazifizierung fand schlicht nicht statt", so Dohle. Die Inhaftierten wurden weitgehend sich selbst überlassen und konnten unter verhältnismäßig komfortablen Haftbedingungen ihre Weltanschauung pflegen. Es bildeten sich Seilschaften zwischen "Alten Kämpfern" der NSDAP und noch jungen Mitläufern, die beim Wiederaufbau des rechtsextremen Lagers in der Zweiten Republik eine wichtige Rolle spielten - etwa bei der Gründung des VDU 1949 und der FPÖ 1956. Die "Glasenbacher" waren noch jahrzehntelang als Verein einschlägig aktiv und trafen sich immer Anfang Mai in Wels, bis ihnen 1987 durch Protestaktionen der Welser Antifa der Boden zu heiß wurde.
Das Buch kann zum Preis von 26 Euro beim Salzburger Landesarchiv, E-Mail: landesarchiv@salzburg.gv.at oder beim Oberösterreichischen Landesarchiv, E-Mail: landesarchiv@ooe.gv.at bestellt werden.

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News gegen FPÖ!

Am Boulevardjournalismus von "NEWS", Österreichs größter Illustrierter, lässt sich zu Recht Kritik üben. Eines aber muss man fairerweise feststellen: Klare Worte zur FPÖ und ihren rechtsextremen Umtrieben hat "NEWS" immer gefunden. Das Titelblatt der gestern erschienenen Ausgabe übertrifft freilich alles Bisherige: "Schämt Euch! Die Ewiggestrigen: Warum H.-C. Strache und Martin Graf eine Schande für Österreich sind" ist da unter einer eindeutigen Fotomontage zu lesen.

Gleichzeitig erklärt "NEWS" ausdrücklich, keine FPÖ-Inserate mehr abzudrucken. Schon weil diese Inserate die Intelligenz der Leserinnen und Leser beleidigen, so der Chefredakteur. Ein Schritt, der "NEWS" nicht ganz billig kommt und an dem sich viele so genannte Qualitätsmedien ein Beispiel nehmen können. Denn zu jammern, dass die demokratischen Parteien der blauen Hetzpropaganda zu wenig entgegensetzen, aber selbst diese Propaganda zu transportieren, ist schon ziemlich doppelbödig ...

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Bessere Politischer Bildung

Bundeskanzler Werner Faymann und Bildungsministerin Claudia Schmied (beide SPÖ) präsentierten einen Maßnahmenkatalog, der die Politische Bildung an Schulen verbessern soll. "Wir müssen den Schülern Werte wie Toleranz, Menschlichkeit und Respekt vor anderen vermitteln", betonte Faymann. Zu Faschismus und der Herabwürdigung anderer dürfe man nicht schweigen, meinte der Bundeskanzler. "Hinschauen statt wegschauen" lautet auch Schmieds Motto.
Ab dem Schuljahr 2009/2010 sollen alle PflichtschullehrerInnen im Rahmen ihrer Ausbildung in Politischer Bildung geschult werden. Es wird auch eine verpflichtende Fortbildung in diesem Bereich geben.

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Ich bin Ausländer/in - fast überall

Absolut vorbildlich ist eine T-Shirt-(auf gut Österreichisch: Leiberl-)Aktion gegen Rassismus, die die Katholische Jugend ins Leben gerufen hat! Jedes Leiberl mit dem Aufdruck "Ich bin Ausländer/Ausländerin - fast überall" kostet 18 Euro. Der Reinerlös fließt an das Mauthausen Komitee Österreich (MKÖ) für die Führung von Lehrlingen durch die KZ-Gedenkstätte Mauthausen.  
Bitte bestellt unter karina.neuhofer@gmail.com oder c.jordan@gmx.at !

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Patenschaft für Stolpersteine

Die aktuelle Entwicklung beweist, wie wichtig es ist, die Jugend über Nationalsozialismus und Rechtsextremismus aufzuklären. Die Stadt Wels und die Welser Initiative gegen Faschismus (Antifa) haben auf diesem Gebiet schon zahlreiche Projekte verwirklicht. Jetzt konnten sie vier Mittelschulen gewinnen, die Patenschaften für "Stolpersteine" zu übernehmen - also für Messingplatten im Gehsteig, die an ermordete NS-GegnerInnen erinnern. Durch diese Patenschaften werden sich viele Schülerinnen und Schüler anhand der Schicksale der Ermordeten mit dem menschenverachtenden Gedankengut der alten und neuen Nazis auseinandersetzen.

Auf Vorschlag der Welser Antifa hatte die Stadt Wels im August 2008 an vier Standorten insgesamt sechs "Stolpersteine" im Gehsteig verlegt, und zwar vor Häu-sern, die zu den ermordeten NS-GegnerInnen in Beziehung stehen (etwa als letzter Wohnort). Die Idee zu den "Stolpersteinen" stammt vom Kölner Künstler Gunter Demnig.


Bürgermeister Koits, Gunter Demnig und Robert Eiter
bei der Welser Stolpersteinverlegung 2008

In der Folge übernahmen die HBLW Wels  die Patenschaft für die "Stolpersteine" der jüdischen Welserinnen Klara, Ernestine und Elfriede Grünberg, das BG/BRG Wels-Schauerstraße für den "Stolperstein" des kommunistischen Widerstandskämpfers Karl Ammer, das WIKU-RG Wels für den "Stolperstein" des katholischen NS-Gegners Pater Paulus (August) Wörndl und die HTL Wels für den "Stolperstein" des sozialdemokratischen Widerstandskämpfers Ignaz Rößler.

Ziel der Patenschaften ist neben der praktischen Pflege der Messingplatten, das Gedenken an die ermordeten NS-GegnerInnen in Unterrichtsfächern wie Geschichte, Deutsch und Religion lebendig zu erhalten. Dabei sollen wichtige Informationen über Nationalsozialismus und Rechtsextremismus vermittelt werden.

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Argumente gegen Rechts

In Zeiten einer sich verschärfenden Wirtschaftskrise mit drohender Massenarbeitslosigkeit setzen rechtsextreme und neonazistische Organisationen immer öfter auf sozialdemagogische Propaganda: Sie behaupten, die wahren Antikapitalisten zu sein und für einen "nationalen Sozialismus" zu kämpfen.
Dieser Versuch ist alles andere als neu. Nicht umsonst hat sich die historische Nazi-Bewegung "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" genannt - obwohl ihre Kernschichten kleinbürgerlich waren und sie vor ihrer Machtergreifung ein enges Bündnis mit den alten Machteliten (wie Großkapital und Großgrundbesitz) schloss. Wohin das geführt hat, wissen wir.
Trotzdem fallen auch heute ängstliche und zornige Menschen auf die sozialdemagogische Propaganda der Rechtsextremisten herein. Umso wichtiger, mit griffigen Gegenargumenten gerüstet zu sein. Daher hier zum Downloaden eine ausgezeichnete Broschüre der deutschen Metallergewerkschaft (IG Metall) zu diesem Thema.

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Fremdenfeindliche Vorurteile

Thomas Punkenhofer von der Volkshilfe-Flüchtlingsbetreuung hat dankenswerterweise einen Argumentationsleitfaden gegen die gängigsten fremdenfeindliche Vorurteile verfasst. Zum Nachzulesen die Datei herunterladen, Verbreitung erwünscht: Argumentationsleitfaden

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Zur Diskussion ums NS-Verbotsgesetz

Bekanntlich haben in den letzten Monaten nicht nur Rechtsextremisten die Aufhebung des Verbotsgesetzes gefordert, sondern auch mehrere linksliberale Persönlichkeiten. Unter dem Titel "Meinungsfreiheit für Holocaust-Leugner?" haben wir die gegen das Verbotsgesetz vorgebrachten Argumente samt ihrer Widerlegung in knapper Form zusammengestellt.
Nachzulesen in einer Datei zum Herunterladen, Verbreitung erwünscht:
"Meinungsfreiheit für Holocaust-Leugner?"


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